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alive and kicking

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Morgengedanken

Die Nächte sind wieder kühler und ich kann viel besser schlafen. So angenehm. Heute Nacht habe ich mir sogar die Decke wieder geholt. Tschüß Leintuch, das reicht mir nicht mehr!

Die Menschen sind auch etwas weniger hitzig, dachte ich. Doch heute Morgen wurde ich schon 2x auf der frühen Hunderunde angemeckert von Autofahrern. Weil ich die Straße überquert habe. Vermutlich steckt die Hitze noch in den Köpfen und Gemütern. Heute gab es auch schon früh Martinshorn: Krankenwagen und Feuerwehr. Allerdings in verschiedene Richtungen.

Oft wache ich morgens auf und habe ein Lied im Kopf. Keine Ahnung, ob das die ganze Nacht da war. Keine Ahnung, ob das in meinen Träumen vorkam. Manchmal begleitet es mich den ganzen Tag. Manchmal kommt es erst im Laufe des Tages und ich merke, dass es schon die ganze Zeit in meinem Kopf gesteckt hat. Vielleicht notiere ich es hier, wenn ich daran denke.

Stuttgart: Lindenmuseum und Standseilbahn

Heute trödele ich nicht so beim Frühstück, weil ich ins Museum will. Im Lindenmuseum ist samstags der Eintritt frei, wenn man in der Zeit von 10-12 ankommt. Länger bleiben darf man.
Seit ich letztes Jahr eine Veranstaltung dort hatte und das Museum kennen gelernt habe, liebe ich es. Es ist gut aufgebaut und nicht so verwirrend wie das Haus der Geschichte.
Da ich beim letzten Mal hauptsächlich China und Ostasien angeschaut hatte, habe ich mir diesmal die arabischen Länder angeschaut.

Das soll das Gefühl eines Basars vermitteln.
Ich habe mich lange dort aufgehalten, wie schön viele Sachen sind. Und wie fremd. Es ist faszinierend.
Natürlich musste ich danach noch kurz nach Asien, da fühle ich mich gleich heimisch….

Ebenfalls durften die Yogis auf dem Dach nicht fehlen, ich mag sie so und könnte sie stundenlang anschauen.


Anschliessend bin ich mit der Bahn zum Richtung Waldfriedhof gefahren. Das Tagesticket will ja ausgenutzt werden. Dort gibt es eine Standseilbahn hoch zum Friedhof. Der Preis ist im normalen Verbund inklusive.

Die Wagen sind noch von annodazumal.

Oben angekommen, bin ich auf dem Friedhof rumgelaufen, es gibt wohl auch berühmte Menschen, die hier liegen, aber ich hatte keine Lust zu suchen.

Manche Gräber sind schon sehr speziell.
Aber nun ja, es ist halt ein Friedhof. Ganz nett und ruhig, durch die Bahn allerdings schon auch gut besucht.

Es gibt wohl auch noch einen Spielplatz und Biergarten hier oben.

Ich habe mich wieder auf den Weg in die Stadt gemacht. Dort haben Menschen Holz bearbeitet.

Dann bin ich nochmal zum Forum der Kulturen, aber ich hatte immer noch keinen Hunger. Schließlich bin ich wieder zur Jugendherberge und habe mich dort noch etwas ausgeruht.

Später ging der Zug zurück Richtung Heimat.

Der Zug war pünktlich und sehr leer. Es war richtig angenehm.

Stuttgart: Haus der Geschichte


Nach ausgiebigem Frühstück mit der spektakulären Sicht, vertrödele ich noch ein bisschen Zeit auf dem Zimmer und überlege, was ich heute anstellen könnte.


Ich entscheide mich, zum Haus der Geschichte zu gehen. Dort ist freitags freier Eintritt, das passt. Es gibt eine Sonderausstellung über Realität und wie Fotos auch schon gleich zu Beginn bearbeitet wurden. Das gefällt mir gut. Interessant, dass die Realität schon immer verschönt wurde auf den Bildern: da wurden gut angezogene Menschen hinzugefügt, dreckige Stellen entfernt und der Himmel oft etwas dramatisiert. Im Grunde wie heute, nur aufwändiger in der Mache.

Die Dauerausstellung ist interessant. Europa ist schon toll, ich fühle mich sehr als Europäerin und bin stolz auf dieses Gebinde. Auch wenn vieles nervt.

Allerdings fand ich es ein bisschen schwierig, mich in den Räumen zurecht zu finden, die Ausstellung ist nicht so durchdacht. Mir wurde ein bisschen schwummerig, das war wohl auch das Wetter, es war absolute Gewitterstimmung, die man auch im Haus gespürt hat.

Danach bin ich noch in die Stadt, dort erst mal in den Buchladen, wie immer. Da fing es an zu gewittern mit Hagel. Alle Leute standen in der Buchhandlung und haben raus geschaut. Das war ein Spektakel. Anschliessend war die Luft sehr gut und frisch. Endlich mal wieder durchatmen. Ich habe ein paar Sachen gekauft, ein bisschen geschaut und dann musste ich schnell wieder zurück in die Jugendherberge. Dort frisch gemacht und umgezogen und gleich wieder auf zum Gericht. Dort gab es einen Workshop für Schöffen. Ich war positiv überrascht, das hat mir echt was gebracht. Besonders der Austausch mit den anderen Schöffen. Das fehlt ein bisschen. Und überhaupt, wie unterschiedlich manches gehandhabt wird.
Die beiden jungen Frauen, die uns angeleitet haben, waren kompetent und sympathisch.

Dann war schon Abend und ich bin nochmal eine Runde in die Stadt gelaufen. Die Läden waren gerade am zumachen, aber am Marktplatz gab es ein Forum der Kulturen: viele Essenstände und live Musik auf der Bühne.

Ich war ein bisschen traurig, dass ich keinen Hunger hatte. Ich hätte große Lust gehabt, was zu kosten (tibetisch!), aber ich weiß, dass es mir zu viel ist und ich dann nicht gut schlafen kann. Schade, hier hätte ich gerne eine Begleitung gehabt, so dass wir uns das Essen teilen können. Ich habe eine Weile der Musik gelauscht und mich dann wieder auf den Heimweg gemacht. Da fielen schon die ersten Tropfen.

In der Jugendherberge war es leider nicht viel leiser.
Nachtrag: Beim Auschecken meinte der junge Mann, ich solle mich gleich beim Nachtdienst melden, wenn sowas wieder vorkommt…..

immer wieder Stuttgart

Es war mal wieder eine Tagung in Stuttgart angesagt. Die Leute – im Grunde sind es Kolleginnen an anderen Einrichtungen – sind echt nett. Wir haben uns supergut ausgetauscht und ich hoffe, ich konnte einiges mitnehmen und entsprechend weitergeben.

Der Raum war leicht gekühlt, das war sehr angenehm und fiel erst auf, als wir nach draußen sind in die Hitze, die uns fast erschlagen hat. Zum Mittagessen sind wir zum Italiener, wie letztes Mal schon. Da werden die Gespräche manchmal ein bisschen privater, aber letztlich dreht sich doch alles immer um die Arbeit.

Am Abend noch die Cousine getroffen, das war schön. Wir sind ewig rumgefahren um ein Lokal zu finden. Die Biergärten am Neckar waren alle voll, das eine war zu teuer, so dass wir schließlich in der Stadt gelandet sind.

Als wir fast fertig waren mit Essen, ging ein morz Gewitter runter mit Blitz und Sturzregen, vorher wahnsinniger Sturm. Es war spannend, aber auch ein bisschen beängstigend. Wir sassen unter dem Sonnenschirm und wurden doch ein bisschen nass, so dass wir noch mehr zusammengerückt sind. In einer Regenpause sind wir zum Auto und ich wurde wieder zum Bahnhof gebracht. Daher war unser Treffen relativ kurz und ich habe vergessen, die Geschenke abzugeben. Immerhin habe ich an das Kinderfoto gedacht. Doch leider kein Foto aufgenommen, darüber hätte sich die alte Dame bestimmt gefreut.

Unsere Gespräche haben sich viel um die Kinder gedreht. Sie hat noch ein jüngeres Kind, ich merke, wie das bei mir weniger aktuell ist. Aber mich vor nicht allzulanger Zeit doch auch noch sehr beschäftigt hat.

In der Jugendherberge war es laut, die Nacht war solala. Ich überlege, ob ich für den Preis das nächste Mal nicht lieber in ein Hotel gehe.

12 von 12 im Juli 2026

Immer am 12. eines Monats werden 12 Bilder des Tages gesammelt. Dann treffen sich alle bei Caro.

Der 12.07.26 ist ein Sonntag, hier sind meine 12 Bilder:

Die Nacht war warm, aber noch nicht tropisch. Trotzdem stehe ich früher auf als geplant und richte mich zur frühen Hunderunde.

1. Der Hund möchte nicht mehr aus dem Wasser.


2. Hinterhofidylle


3. Ein Sohn trägt die alten T-Shirts auf.


4. Ich mag die Shirts immer noch, aber sie lösen sich jetzt fast auf.


5. Mittagessen mit viel Salat.


6. Danach kurze Mittagspause.


7. Die Brombeeren wollen verarbeitet werden.


8. Ausserdem muss die Milch weg, weil sie keiner mehr konsumiert, also gibt es Milchreiskuchen mit Brombeeren


9. Der Hund ist platt.


10. noch warm schmeckt der Kuchen wie süßer Auflauf.


11. Heute tut mir der Arm weh. Richtig weh!


12. Abendessen, darunter ist eine Seele vom Markt. So lecker. Der Käse auch. Ich bin danach leicht überfressen.

WMDEDGT Juli 2026

Es ist der 5. und da sammeln sich alle bei Frau Brüllen. Näheres dazu gibt es bei ihr zu lesen.

Der fünfte Juli ist ein Sonntag. Für mich bedeutet das früh aufstehen für die Hunderunde. Heute doch nicht ganz so früh, weil wir „erst“ um 7 Uhr starten.

Da ich früh wach bin, mache ich noch eine Maschine Wäsche an. Ein Kind braucht Nachschub. Dann probiere ich das erste Stück des Kuchens, den ich gestern gebacken habe. Schmeckt lecker. Ich bin immer noch früh dran, fahre dann aber schon mal los, damit ich noch mal ein paar Beeren pflücken kann.
Der Hund freut sich.

Um 7 Uhr bin ich am Treffpunkt und wir laufen los, die kleine gemütliche Runde. Die Mitläuferinnen sind etwas beingeschädigt. Die Hunde haben dennoch ihren Spaß. Es ist ganz schön frisch und ich bin froh, dass ich eine Jacke anhabe. Wir trinken anschliessend noch ein Glas Sekt, da ist es schon so warm, dass ich die Jacke ausziehe. Ich lasse den Hund noch im Wasser planschen.

Gegen 9 Uhr bin ich wieder zu Hause, der Mann ist schon wieder arbeitstechnisch unterwegs. Ich freue mich, dass er Tee für mich mitgemacht hat und trinke den in aller Ruhe. Die Waschmaschine ist auch schon fertig, so dass ich die Wäsche gleich draußen aufhängen kann. Danach lese ich ein bisschen im Internet.


Dann machen sich der Hund und ich wieder auf den Weg zum Brombeeren pflücken. Es gibt sehr viele, aber einige sich schon hinüber.

In Nullkommanix habe ich 2 Schüsseln voll und laufe wieder nach Hause. Dort ist inzwischen der Mann angekommen und bereitet das Mittagessen weiter vor. Das Hähnchen durfte schon seit heute morgen im Ofen schmoren.
Ich versorge die Brombeeren. Was mache ich denn nun damit? Marmelade isst keiner mehr….

Um 12:30 Uhr essen wir zu Mittag. Heute zu dritt, ein Kind ist bei der Freundin und kommt erst im Laufe des Tages nach Hause. Danach ruhen wir uns etwas aus.
Während die Männer das Bad putzen, mache ich mich auf den Weg zur alten Dame. Gestern hatte ich für sie in der Drogerie eingekauft, das bringe ich ihr gleich, ich weiß nicht, wie dringend sie die Sachen benötigt. Ausserdem nehme ich noch vom Kuchen mit.

Um 15 Uhr bin ich bei der alten Dame, wir trinken Tee und essen Kuchen. So muss Sonntag sein!

Dann verräume ich die gekauften Sachen, bewundere ihre Balkonpflanzen und zeige ihr, dass man den Ventilator drehen kann. Gegen 18 Uhr gehe ich wieder. Sie möchte ihre Ruhe.

Zu Hause nehme ich mir nochmal die Beeren vor und setze Brombeer- und Johannisbeeressig an. Jetzt darf er eine Weile ziehen. Ich räume die Wäsche ins Haus und gieße die Pflanzen. In ganz Deutschland soll es heute regnen. In ganz Deutschland? Nein, es gibt eine kleine Ecke ganz im Südwesten, dort herrscht weiterhin Sonnenschein. Auch wenn wir viel lieber Regen hätten. Es ist schwülwarm und ich habe etwas Kopfweh.

Inzwischen ist Abend und wir richten Abendbrot. Da ich noch kuchensatt bin, gibt es Apfel und etwas Käse. Nach den Nachrichten schauen wir unsere Serie weiter: die Sopranos.

Um 10 Uhr laufe ich die späte Runde mit dem Hund. Es ist immer noch sehr warm. Ich richte mir Overnight Oats mit Beeren und mache die Spülmaschine an, damit sie über Nacht laufen kann. Das Gebrumme hat mich früher gestört, inzwischen nicht mehr. Wahrscheinlich höre ich viel schlechter.

Dann duschen, putzen, Bett. Dort noch lesen bis 23:30 Uhr. Dann aber Licht aus, morgen wird ein voller Tag!

nach der Hitze

Das heiße Wochenende ist schon nicht mehr Thema, die erste Nachricht ist der Rücktritt des Bundestrainers. So schlimm kann also gar nicht alles sein.

Oder doch?
Die alte Dame meint, dass sie nicht mehr in der Wohnung bleiben kann, wenn es weiterhin so heiß bleibt oder langfristig noch heißer wird. Sie hatte 38°C im Wohnzimmer. Sie wohnt direkt unter dem Flachdach und die Wände heizen sich so auf, dass sie warm sind, wenn man sie anfasst. Das Haus wurde Ende der 60er Jahre gebaut. Die alte Dame ist 92 Jahre alt und macht sich Sorgen um die Zukunft. Nicht um ihre, sie ist froh, dass sie so alt ist und das alles nicht mehr erleben muss. Obwohl sie ihren Geburtstag Ende des Monats schon noch gerne feiern würde. Ich rufe sie jeden Abend an, weil ich mir Sorgen mache. Doch die Hitze lässt uns beide nicht raus. Ich biete ihr an, einzukaufen, doch das erledigt sie lieber selbst am Morgen. Ich käme auch durch, aber das will sie nicht. Mir nicht zumuten. Ausserdem würde ich ja Hitze mitbringen. Ich besuche sie trotzdem.

„Eigentlich wäre es gut, die Erde würde einfach so explodieren. Dann wäre fertig. So ein langsames Dahinsiechen ist ja fürchterlich“, meinte sie. Was sie so beschreibt, klingt wie ein Horrorfilm, die schauen wir beide jedoch nicht.

Im Büro hat es morgens 34°C, wir können es dann im Laufe des Vormittags auf 30°C runterkühlen. „Kühlen“ passt jetzt hier nicht so. Die Kollegin nimmt an den sehr heißen Tagen Urlaub, andere arbeiten von zu Hause, da sind jetzt auch mehr Tage erlaubt als üblich. Ich darf im selbstregulierten Gebäude arbeiten, weil die Kollegin in Urlaub ist. Dort ist es angenehm und ich kann konzentriert arbeiten. Ich biete der alten Dame an, dort im Büro Kaffee zu trinken oder einfach ein bisschen Pause von der Hitze zu machen. Doch sie will nicht, der Weg dorthin ist ja auch heiß. Stimmt, darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht. Wohin können wir flüchten, wenn es noch heißer wird?

Heute meinte jemand, er möchte seinen Master in Canada machen. Ich bekomme sofort kühle Gedanken. Kanadische Winter sind wundervoll – aber auch nicht mehr das, was sie mal waren. Dennoch ermutige ich ihn. Die black flies und Mosquitos im Sommer erwähne ich nicht.

Der kochende Sohn meint, sie haben 71°C in der Küche.

Hitzesonntag


Die Uhrzeit stimmt nicht, es ist 1 Stunde später, also kurz nach 6. Früh morgens schon unerträglich warm nach einer weiteren Tropennacht.


Wir laufen die kleine Hunderunde am Bach entlang, zwischendurch machen wir Pause auf dem Bänkle. Dort ist es angenehm mit Blick auf den Fluss und leichter Brise. Wir nehmen den Weg am Bach, damit sich die Hunde abkühlen können. Was sie auch reichlich und gerne tun. Zwischendurch nasche ich Johannisbeeren, die direkt am Strauch vertrocknen. Sie werden wohl nicht mehr geerntet, daher nehme ich ein paar. Sonst würde ich das selbstverständlich nicht machen. Selbst wenn jede nur wenige nimmt, ist es ein Schaden für die Person, die das anbaut und pflegt.


Der Hund und ich bleiben noch ein bisschen länger am Bach. Heute gehe ich mit meinen Sandalen auch ins Wasser. Es ist gar nicht kalt, trotzdem kühlt es leicht. Wir beide könnten grad so stehen bleiben.

Später ist der Hund voller Kletten und ich kürze ihm ein bisschen das Fell. Er ist trotzdem noch voller Kletten. Ständig zupft er oder ein Kind sie raus, überall liegen Haarbüschel mit Kletten, zusätzlich zu den eh vielen Hundehaaren überall. Aber es stört uns nicht, die Hitze lähmt uns alle, selbst das Meckern fällt schwer.

Überhaupt: die Hitze. Es gibt eine Brennpunkt, haha. Alle tun erstaunt. In Paris braten sie auf den Dächern ihr Mittagessen, nicht nur Spiegeleier, nein sogar Cote de Boeuf. Und wir? – Machen die Hitze für alles verantwortlich. Bei der Arbeit ging was schief – ah, die Hitze. Das und das klappt nicht – ah, die Hitze. Wenigstens zu was ist sie gut.

Und zu noch was: Wäsche waschen. Die Wäsche trocknet fast schon beim Aufhängen. Beim Abhängen ist sie so heiß, dass ich sie kaum anfassen möchte. Soll ich jetzt diese glühend heiße Wäsche in die Wohnung tragen? Ich lege sie erst mal unter den Ventilator, damit sie ein bisschen abkühlt, bevor ich sie zusammenfalte.

Ich merke, dass ich öfter eine Pause brauche, und zwar so richtig eine Pause mit Ablegen, kurz Beine hoch und ahhh, Trinken nicht vergessen. Manchmal schlafe ich dabei ein. Aber ich bin ja entschuldigt: die Hitze!

Happy Birthday Hund


Der Hund hat heute Geburtstag und ist jetzt 6 Jahre alt. Zur Feier des Tages bekam er eine Dose Futter (er bekommt sonst Trockenfutter) mit den obligatorischen Äpfelchen. Das war eine Freude ihm zuzuschauen, wie er den Napf ausschleckt. Und wieder und wieder. Ja nix übrig lassen.


Für uns gab es am Abend Pizza zur Feier des Tages. Nur der Mann ist nicht da. Es war schön, mal wieder gemeinsam Abend zu essen. Danke Hund! Du tust uns als Familie so gut!

Ansonsten ist es hier viel zu heiss! Auch nachts kühlt es nicht mehr ab und bleibt bei über 20°C. Gar nicht gut. Wir leiden alle, nicht nur der Hund. Für ihn gibt es nur kurze Gassirunden, für uns andere geht der Alltag weiter. Nicht ganz für alle…..

Midsommer 2026

Wir haben am 20. einen Geburtstag gefeiert, es wurde im Garten gegrillt und wir sassen lange in der lauen Nacht. Dadurch hat es sich wie Midsommer angefühlt: mit Freunden zusammen sitzen, essen und plaudern. So stelle ich es mir zumindest vor, ich habe es noch nie erlebt.

Ich habe nette Menschen kennengelernt, die ich vorher nicht kannte – oder noch nie bewusst wahrgenommen hatte. Und es gab eine Person mit einer ähnlichen Verletzung, nur viel schlimmer. Da konnten wir uns gut austauschen und ich bin froh, dass bei mir nix kompliziert ist und das hoffentlich auch so bleibt. Langsam machen, Geduld haben …. immer das Gleiche und so schwer einzuhalten.

Später in der Dämmerung fingen die Vögel an zu zwitschern, direkt über uns. Das war schön. Und noch später kamen die Fledermäuse. Es war viel zu warm und es blieb den ganzen Abend so warm, das war ein bisschen anstrengend. Ich nehme lieber einen Pulli oder eine Jacke mit, als so zu schwitzen.

Eigentlich wollte ich gar nicht so lange bleiben, doch als ich mich auf den Heimweg gemacht habe, war es schon ganz schön spät. Überall sassen Leute zusammen, in der Stadt war noch mehr los, es gab ja das Fussballspiel Deutschland gegen Elfenbeinküste. Zu Hause konnte ich dann das Ende des Spiels mit dem Entscheidungstor anschauen. Danach war auf den Straßen die Hölle los. Alle euphorisch, also ob jeder dabei mitgespielt hätte. Mit großen Kindern wird die WM unwichtig und ich bin froh drum. Früher hatten wir Spielpläne aufgehängt, immer das Ergebnis eingetragen, geschaut, wer wie weiterkommt und gewettet. Auch bei der Arbeit. Davon gibt es jetzt nix mehr und ich bin froh drum. Es ist nur noch eine große Geldmaschine, die ich nicht unterstützen möchte. Ignorieren klappt ganz gut, boykottieren nicht ganz.

Das war ein netter, unterhaltsamer Abend und ab jetzt werden die Tage ja nun wieder kürzer. Ich freu mich drauf!

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