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alive and kicking

Essen

Ich bewundere ja schon so ein bisschen die Kinder. Sie bestellen sich so oft Essen und gehen Essen. Das ist schon auch schön. Ich hingegen sitze allein zu Haus und esse Blödsinn. Weil ich nicht kochen „muss“, koche ich auch nicht und esse, was ich so finde. Es ist nicht so gut und sättigt nicht wirklich. Die alte Dame kocht immer für sich selber, das muss ich auch machen.

Dennoch finde ich es schön, dass die Kinder das so in ihren Alltag integrieren und nach der Arbeit oder vor der Arbeit noch mit den Freunden zusammen was essen. Am liebsten hätte ich mich mit eingeladen ….

the week that was


Die Woche war anstrengend. Nicht, weil ich so viel zu tun gehabt hätte, sondern weil ich nicht tun konnte, wie ich gerne wollte. Due to my situation. Da habe ich gehadert mit mir. Und allem.

Dabei geht es mir gut, ich bin leicht gehändicapt, aber es ist aushaltbar. Die Langeweile hält sich in Grenzen, aber ist schon auch da. Wenn ich dann was mache, habe ich schnell Schmerzen, also lasse ich es eher. Geht ja nicht mehr so lange.

Geduld mit mir selber habe ich echt nicht. Immerhin hat sich schon so leicht eine Routine eingestellt. Der Hund, er hilft dabei. Und die Menschen um mich rum.

Und die Freundin, die meinte, dass sie auch gerne jetzt eine Auszeit hätte, so wie ich. Also sehe ich es positiv als Auszeit. Nicht viel machen, runterkommen, lesen, schlafen, essen. Eigentlich klingt es doch ganz nett!

Nach der anstrengend heißen Woche, bei der ich immer einen Mittagsschlaf einlegen konnte – nicht unbedingt Schlaf, aber doch immerhin Pause – regnet es heute. Wir haben alle Fenster soweit möglich aufgerissen und freuen uns über die etwas frische Luft. Ich hoffe auf besseren Nachtschlaf, denn es war doch sehr heiß in den letzten Nächten. Was habe ich mich rumgewälzt.

Ich bin mir bewusst, was für ein Privileg ich gerade habe. Trotzdem wäre ich gerne fit, so richtig normal fit.

Pfingsten 2026

Pfingstmontag ist Mühlentag, da machen wir gerne mit, s. 2025. Doch da wir gestern erst aus Mainz zurück gekommen sind und ich ja nicht so ganz fit bin, lassen wir es ruhig angehen.

Ich laufe morgens mit dem Hund. Am Bolzplatz ziehe ich die Sandalen aus und laufe barfuss durchs taufrische Gras, das tut so gut. Erinnert mich immer an den Edersee und könnte ich eigentlich öfter machen…..
Als ich zurückkomme ist der Mann schon mit dem Fahrrad unterwegs, er kauft Spargel und Erdbeeren, das gibt es dann zum Mittagessen.

Die Söhne liegen noch in ihren Betten und ich mache es mir auf dem Sofa gemütlich, der Hund liegt mir zu Füßen.

Nach dem Mittagessen gibt es Mittagsschlaf für einen Teil der Familie. Und abends schauen wir die Sopranos weiter.

Ich soll mich schonen, das habe ich heute definitiv gemacht. Und morgen? Schaue ich mal bei der Arbeit vorbei….

…. und lacht

Nun ja, gelacht haben wir auch, aber doch nicht so viel. Immerhin, der Gesang war noch da:
Am Morgen wache ich mit den gleichen Liedern wieder auf, sie tragen mich weiterhin sehr beschwingt durch den Tag.


Nach ausgiebigem Hotelfrühstück laufen wir zu St. Stefan. Ich möchte mir die Chagallfenster anschauen. Als wir ankommen, fängt gerade ein Gottesdienst an. Also wird daraus nix.


So laufen wir eben wieder ein bisschen durch die Stadt.


Bleiben an jeder Ampel brav stehen (die sind aber auch echt schön hier!).


Und entdecken Kleinode auf dem Weg.


Schliesslich fahren wir relativ pünktlich ab, Umsteigen klappt auch etwas später und wir sind mit einer halben Stunde Verspätung wieder zu Hause.

Die Musik habe ich weiter im Ohr. So schön!

Mainz, wie es singt ….

….
da in und um Ulm das mit dem Konzert nicht geklappt hat, sind wir nach Mainz. Auch da gab es Schreckmomente, weil sich kurzfristig die Location geändert hat, aber immerhin, das Konzert fand statt.

Wir sind am späten Vormittag nach Mainz gefahren. Der Zug war trotz mittlerer Auslastung sehr voll, wir hatten keine reservierten Sitzplätze (lohnt sich nicht für die kurze Fahrt, meinte beim Kauf die Bahnmitarbeiterin), aber dann jeder für sich einen Platz gefunden. Da wir Verspätung hatten, sind wir anders als Plan gefahren und auch an anderen Orten umgestiegen. Es war abenteuerlich. Doch wir kamen an und waren gar nicht mal so viel später.

Wie immer erst mal zum Hotel, Sachen abwerfen. Für eine Nacht hatten wir beide nur einen kleinen Rucksack, da war eher umpacken angesagt. Dann sind wir in die Stadt auf der Suche nach was kleinem zu essen.


Der Dom lag auf dem Weg.


Der Kreuzgang ist wunderschön.


Viel zu spät gab es für mich Kaffee, aber das Angebot war zu verlockend. Wir waren in einer Rösterei.


Am Rhein entlang sind wir zurück ins Hotel gelaufen. Dort haben wir uns kurz ausgeruht, frisch gemacht. Meine Güte, war das warm. Im Zimmer gab es eine Klimaanlage, die wir genutzt haben. Letzte Woche in Ulm war ich noch mit Winterjacke unterwegs, jetzt war selbst die Hoodiejacke zu viel und ich habe die Sandalen vermisst.


Schliesslich sind wir wieder los. Es ist schon ganz nett in Mainz.


Wir haben beim Italiener Pizza gegessen, aber sie war nicht so gut. Für meinen Geschmack viel zu weich, sie lag mir auch noch lange im Magen….


Schliesslich sind wir zum Frankfurter Hof gelaufen und haben dort ein sagenhaft gutes Konzert der Rainbirds erlebt. So viel Power, so viel gute Musik. Es war richtig toll, da hat sich die lange Anreise gelohnt. Wieviel Energie Katharina Frank hat ist Wahnsinn. Das Konzert ging ziemlich lange, es gab mehrere Zugaben. Zum Schluss hat sich das doch eher ältere Publikum sogar von den Sitzplätzen erhoben, um leicht mitzuwippen, so wie es halt die Hüfte zulässt. 🙂


Ganz beseelt haben wir den Abend bei Guinness ausklingen lassen. Wir konnten draußen sitzen, es war ein richtig lauer Sommerabend.

Zurück im Hotel kann ich noch lange nicht schlafen wegen Pizza, Kaffee und Anregung. Die Musik trägt mich weiter durch die halbe Nacht, dann schlafe ich endlich ein bisschen.

Die Blumen ….

…. des Geburtstagsstrausses wurden ein bisschen aufgehübscht. Es ist erstaunlich, wie lange sie schon halten. Ich muss mal fragen, wo die Freundin die herhat. Es sind immer – wirklich immer – schöne Sträusse, die extrem lange halten.

Und nun ab damit zum Friday – Flowerday von lemondedekitchi.

…. und um Ulm herum


Letzter Tag in Ulm. Wir frühstücken ausgiebig im Hotel. Da wir erst um 12 auschecken müssen, gehen wir nochmal in die Stadt, es ist Tag der Museen, so dass sie z.T. früher geöffnet haben und keinen Eintritt kosten. Wir besuchen das Haus der Einsteins. Auch wenn Albert Einstein nur 15 Monate in der Stadt gelebt hat, ist es doch seine Geburtsstadt und das Museum nimmt dies als Anlass, um auf die Situation der Juden hinzuweisen. Das Museum ist klein und fein und heute sehr voll, aber wir finden sogar Zeit, mit der Chefin zu sprechen. Wir sind schwer beeindruckt. Noch schnell Souvenirs gekauft und dann wieder zurück ins Hotel. Dort packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf den Weg zum Bahnhof. Inzwischen kam die Info, dass unser Zug 25 Minuten Verspätung hat aufgrund unbefugter Personen auf den Gleisen. Da man nie weiss, ob der Zug nicht doch pünktlich kommt, sitzen wir wie geplant am Bahnhof – und lesen. Als der Zug endlich eintrudelt, haben wir schon die verschiedensten Ansagen gehört: Personen auf den Gleisen, Tiere auf den Gleisen….

Schliesslich kommt der Zug, unsere Plätze sind belegt, aber wir haben ja eine Reservierung. Danach haben wir ein kleines Abteil ganz für uns. Auch schön, wir schlafen, lesen oder hören Musik.

Der Zug fährt durch bis Karlsruhe, aber als wir dort verspätet ankommen, herrscht Chaos. Alle Fahrpläne sind durcheinander und es sind Massen an Menschen unterwegs. Wir nehmen den übernächsten Zug in der Hoffnung, dass er leerer ist. Wunschdenken, wie sich herausstellt. Wir sitzen im überfüllten Zug mit leicht unangenehmen, aber auch angenehmen Menschen und freuen uns, dass wir nur noch eine Stunde aushalten müssen.

Letztlich sind wir 1,5 Stunden später am Zielbahnhof als geplant. Wir rollkoffern nach Hause und werden sehr überschwänglich vom Hund begrüsst. Da laufe ich doch gleich mal eine Runde mit ihm.

Der Mann fährt noch Fahrrad und ich telefoniere mit der alten Dame. Auch wenn das Wochenende anders geplant war, war es echt nett.

…. um Ulm ….

Samstagmorgen gehen wir auf den Markt, so auch in Ulm. Da wir im Hotel kein Frühstück gebucht haben, suchen wir ein kleines, feines Café auf, in dem wir unser Koffein bekommen. Für mich gibt es noch ein Franzbrötchen dazu, sehr lecker!

Wir schauen uns das Brotmuseum an und verweilen eine ganze Weile dort.


Mit Sonderausstellung über Bienen.

Danach haben wir Hunger, aber es ist nicht so einfach, was zu finden, was uns anspricht und zu keiner Kette gehört. Wir landen beim Chines, der sehr lecker und authentisch ist.

Krabbenchips ohne Krabbengeschmack, dafür aber in bunt.


Mapo Tofu


Crispy chicken with chili.

Ich überfresse mich leicht.

Um 14 Uhr haben wir eine Kehrwoche-Führung gebucht. Die Teilnehmenden bekommen erst mal alle einen Besen in die Hand gedrückt und dürfen die Reste des Marktes beseitigen. Ich bin froh, dass ich einen Gips habe und mich nicht beteiligen muss.

Anschliessend laufen wir mit Besen in der Hand durch die Stadt und dürfen immer mal wieder fegen. Wir lernen einiges über die Stadt und über die schwäbische Kehrwoche. Es ist lustig und abwechslungsreich. Die Gruppe zieht auch ganz schön Aufmerksamkeit auf sich, faszinierend!


Wir enden beim schiefsten Hotel der Welt. Ich frage mich, wie es dort drinnen aussieht?


Wir laufen nochmal zur Donau, weil wir mit dem Schiff fahren wollen, aber die Anlegestelle in der Stadt wird momentan nicht angefahren und wir haben keine Lust, 2 Kilometer zu laufen, nur um dann mit dem Boot zu fahren. Also schlendern wir durch die Stadt zurück zum Hotel und ruhen uns etwas aus.
Am Abend gehen wir nochmal los, wir wollen uns ein Konzert anhören. Wenn schon nicht das ursprüngliche, dann doch wenigstens ein anderes. Wir laufen los und finden die Location nicht! Unser beider Navi sagt, dass es hier sein sollte, aber es ist nur grüne Wiese zu sehen.

Wir umrunden die Stelle und siehe da, ganz versteckt kommt man zum Sauschdall. Wir finden einen guten Platz und geniessen den Abend.


Das Konzert ist toll, aber so ganz überzeugt es uns beide nicht.
Den Rückweg finden wir ganz einfach, ich geniesse es, durch die frische Luft zum Hotel zu laufen. Und vermisse mal wieder den Hund.
Den Abend lassen wir an der Hotelbar ausklingen, es ist nicht gar so lauschig, weil ein Fussballspiel in der Stadt war und die Essen-Rot-Weiss-Fans ebenfalls die Bar nutzen. Immerhin schlafen sie nebenan, so dass die Nacht ruhig wird. Und nicht gar so warm….

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