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Hund im Herbst

Für den Hund ist es der erste Herbst. Er erschreckt sich, wenn der Wind die Blätter aufwirbelt, nur um ihnen dann hinterher zu springen. Wenn er eines gefasst hat, schaut er voller Stolz, bis der Wind ihm das Blatt wieder aus den Pfoten bläst. Dann beginnt das Spiel von vorne. Manchmal zuckt er auch zurück, wenn ein heftiger Windstoss gleich einen Haufen Blätter von den Bäumen weht. Wenn die Blätter leicht angegammelt sind, liebt er es, an ihnen zu knabbern. Er wühlt gerne in den Laubhaufen in der Hoffnung, etwas Essbares zu finden. Er freut sich, wenn Zweige von den Bäumen wirbeln und er sie manchmal fangen kann. Dann knabbert er darauf herum, aber er bringt sie nicht. Das Stöckchen Spiel hat er für sich oder uns (vielleicht kennen wir ja seine Spielregeln nicht?) noch nicht erschlossen.

Er springt den kahlen Feigenbaum hoch, um die letzten Früchte zu erwischen. Den ganzen Sommer über, hat er immer wieder von den Feigen genascht. Er kann sogar richtig hoch springen. Ich glaube, Feigen sind seine Leibspeise.

Er schleckt gerne am Gras, wenn der Reif noch drauf ist. Er hält gerne seine Nase in den Wind und geniesst die Gerüche, die der Wind mit sich führt.

Es macht Spaß mit diesem Wesen den Herbst neu zu erfahren.
Danke Hund, dass wir deine Familie sein dürfen.

Gemüsekiste Woche 48/20

Die Kiste wird winterlicher:

1 kg Karotten
1 kg Pastinake
1/2 Weißkohl
1/2 Zuckerhut
1 Chinakohl
350 g Spinat
140 g Meerrettich
80 g Petersilie

Da Karotten hier nicht so beliebt sind, weiss ich noch nicht, was daraus wird. Ebenso die Pastinaken. Der Spinat ist beliebt in jeder Verwendung. Die Kohlsachen werden vielleicht zu Jiaozi und Kimchi und Sauerkraut oder was sich sonst noch so anbietet. Petersilie kommt immer mal wieder ans Essen und der Meerrettich in eine Creme oder Aufstrich oder sowas.
Sieht so aus, als ob wir ein bisschen was zukaufen müssten….

Backen in mehreren Anläufen

Eigentlich wollte ich schon das Wochenende zuvor mit dem Stollenbacken anfangen. Eigentlich. Dann kam das Leben dazwischen und ich habe den Sonntag in der Klinik verbracht.
Also wollte ich unter der Woche ganz entspannt alles ansetzen und backen. Tja, auch das verzögerte sich. Somit hatte der Teig eine Übernachtgare und die Rosinen waren mehrere Tage in Rum eingelegt, was ihnen offensichtlich nicht geschadet hat. Der Teig wurde anfangs gar nicht gut und ich habe nur Krümel gehabt, nach der Übernachtgare war es ein dicker, harter Brocken. Also kam nochmal Milch rein. Ab dann war es ok.

Am Abend dann wurde endlich gebacken und das Ergebnis sieht schon mal gut aus. Jetzt muss das Teil nur noch ruhen, das ist das Schwierigste.

Riechen


Ich bin ein Nasenmensch. Mein Geruchsinn ist so ausgeprägt, dass es manchmal nervt. Vor allem Menschen, die nicht so gut riechen und dann nicht nachvollziehen, dass ich es an manchen Plätzen nicht aushalte, weil mich die Gerüche überfordern. Daher benutze ich auch sehr, sehr selten Parfum. Viel zu schnell finde ich es aufdringlich. Dann bekomme ich Kopfweh oder sogar Migräne. Mit dem Parfum anderer Menschen geht es mir ähnlich. Viel zu schnell wird es viel zu unangenehm.

Ich hatte mal eine Kollegin, die sehr nach Schweiß gerochen hat, weil sie synthetische Kleidung trug. Das ist ein ganz spezieller Geruch und war nur schwer zu ertragen. Zum Glück habe ich mit ihr nicht das Büro geteilt.

Ich habe lange gebraucht, festzustellen, dass nicht alle Menschen so gut riechen. Gut meine ich jetzt nicht nur positiv, sondern durchaus anstrengend. Anstrengend vor allem für mich. Auch in unserer Wohnung gibt es Gerüche, die nur schwer für mich zu ertragen sind. Damit meine ich nicht die Teenager-Kinder mit ihren stinkigen Socken, sondern Gerüche, die andere gar nicht wahrnehmen.

Wir hatten lange ein spezielles relativ geruchloses Waschmittel. Leider kam irgendwann ein Geruch dazu. Auf Nachfrage bei der Firma wollte das wohl die Allgemeinheit so. ?? Manche Waschmittel riechen sehr aufdringlich und ich kann Kleider, die bei uns vergessen wurden aufgrund des Geruchs den entsprechenden Kindern zuordnen. Da fühle ich mich wie ein Schnüffelhund.

Apropos Hund: der riecht. Ganz extrem sogar. Wenn ich in unsere Wohnung komme, rieche ich den Hund. Doch je mehr ich den Hund mag, desto weniger stört mich sein Geruch. Logo, ähnlich ist das ja auch bei den Menschen. Die, die ich mag, kann ich riechen. Zumindest meistens. Das geht ja allen so, oft einfach unbewusst.

Wenn das Coronavirus nun den Geruchsnerv angreift und die Riechfunktion eingeschränkt ist, stelle ich mir das einerseits erleichternd, andererseits auch schrecklich vor. Ich habe mich sehr daran gewöhnt, mich auf meine Nase zu verlassen. Manchmal glaube ich, ich kann Stimmungen riechen und dann entsprechend handeln. Übertrieben, abgehoben. Ja, das denke ich auch oft. Und doch enttäuscht mich meine Nase sehr selten. Wenn ich nicht mehr riechen könnte, wäre also manches einfacher. Aber es würde auch ein ganz wichtiger Faktor fehlen. Da der Geruchsinn ja ganz eng mit dem Geschmacksinn verkoppelt ist, würde das den Alltag sehr einschränken. Nicht mehr schmecken. Das kennt jeder, der mal eine Erkältung hatte. Da freut man sich, wenn man wieder schmecken kann. Was, wenn das länger anhält? Ich stelle mir das schrecklich vor.

Klar, es ist nur eine kleine Nebenwirkung, verglichen mit dem Leiden auf der Intensivstation, doch eine sehr einschränkende.

Termine

Heute habe ich den ersten Termin für 2022 bekommen, von meiner Ärztin.
Vielleicht können wir ja 2021 auch einfach überspringen und direkt mit 2022 anfangen. Da gibt es dann schon alles von 2021, aber wir sparen uns die Mühsal des Jahres.

Zeitreisen sind in, aber dann doch nicht so praktikabel. Ich denke, das würde die meisten Menschen eh überfordern. Selbst wenn es nur ein Jahr wäre. Wir müssen die Zeit irgendwie rumkriegen, um zu merken, dass sie verrinnt. Daher sind auch die ganzen Rückblicke auf gelebtes Leben so beliebt. Da merkt Mensch erst, was geschehen ist. Im Alltag verrinnt die Zeit und wir nehmen oft nicht war, was alles passiert ist. Oder verdrängen es.

Zeit ist ein Phänomen.

Gemüsekiste Woche 47/20

Die Winterkiste ist immer noch gut gefüllt:

1,5 kg Kartoffeln
1,5 kg Karotten
320 g Zwiebeln
320 g Rosenkohl
330 g Mangold
70 g Hirschhornwegerich
100 g Ruccola
340 g Pak Choi
1 Rettich
1 Lauch
1/2 Endivien
1 Butternut Kürbis

Die Kartoffeln gibt es immer mal wieder zum Essen, ich hatte sogar neulich welche gekauft. Karotten sind hier nicht so beliebt, die mische ich unter. Den Salat essen wir zum Essen dazu. Die Zwiebeln werden zu verschiedenen Essen dazu bereitet, Salat, Gemüse…. Davon haben wir im Moment auch viele, weil ein Kind einen ganzen Beutel gekauft hat. Rosenkohl mögen die Kinder nicht so, mal schauen, was daraus wird. Den Hirschhornwegerich hatte ich zum letzten chinesischen Essen dazu gemacht, das war ganz lecker. Vielleicht kommt er auch in ein Risotto mit dem Mangold, das schmeckt hier immerhin allen. Der Kürbis hält sich noch.

Gemüsekiste Woche 46/20

Kurz bevor es die neue Kiste gibt, hier der Überblick was in der Kiste war:

1 kg Süßkartoffeln
1 kg Karotten
1/2 Rotkohl
1/2 Endivien
1 Rettich
1 Bund Koriander
100 g Ingwer
430 g Spinat
140 g Asia Salat
60 g Hirschhornwegerich
60 g Ruccola
40 g Petersilie

Die Süßkartoffeln wurden zu einem leckeren Auflauf verarbeitet, der Spinat kam da auch noch mit rein. Die Salate gab es immer mal wieder dazu. Der Koriander kam in eine arabische Linsensuppe. Der Rettich wurde so geknabbert. Alles was noch da war, gab es als Suppe.
Was bleibt ist ein Teil Salat und der Rotkohl.

12 von 12 im November 2020


Der 12. im November ist ein Donnerstag.


Die restlichen Weckmänner warten auf uns.


Arbeitsblick.


Das Geld liegt leider nicht auf der Straße, sondern beinhaltet verschiedene Karten.


Mundschutz bei der Arbeit.


Mittagsruhe nach dem Essen. Leider kein Schlaf.


Erst die Hälfte des Tagespensums geschafft.


Französischhausaufgaben.


Doch heute ist erst mal Japanisch dran.


Auch hier gibt es Hausaufgaben.


Im Fenster Laternen.


Nicht nur der Hund ist müde.

Noch mehr Blicke gibt es bei der Caro.

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