
Es ist der 5. und da sammeln sich alle bei Frau Brüllen. Näheres dazu gibt es bei ihr zu lesen.
Der 5. im April 2026 ist ein Sonntag, und zwar ein ganz spezieller, nämlich Ostersonntag.
Der Tag fängt früh an, da ich erst nach Mitternacht ins Bett gehe. Vorher habe ich noch Hotcross Buns gebacken. Sie sehen nicht so ganz toll aus, aber was solls, ich wollte es ausprobieren und das habe ich. Gegessen werden sie erst zum Frühstück. Im Bett lese ich noch ein bisschen, da ich nicht müde bin, sogar länger als gedacht. Es ist bereits 00:30, als ich das Licht ausmache. Ich bin immer noch unruhig, vermutlich ist es der Tee, den ich getrunken habe. Ich lerne das auch nie! Abends keinen Grüntee mehr, auch wenn er lange zieht! Als ich endlich eingeschlafen bin, ist es draußen so laut, dass ich wieder aufwache. What the heck…. nun, es sind Ferien und die vermutlich jungen Leute ziehen um die Häuser. Jaja, ich schließe das Fenster und lege mich wieder hin. So richtig gut schlafe ich allerdings nicht.

Ich stehe früher auf als gewöhnlich, der Wecker klingelt um 6:25 Uhr, da ich für die frühe Hunderunde verabredet bin. Ich trinke den Tee aus der Thermoskanne und esse ein erstes kleines Hotcross-Brötchen. Dann aber flott los, Hund in den Anhänger und losgestrampelt. Ich komme pünktlich um 7 Uhr beim Treffpunkt an. Heute sind wir 4 Frauen und 5 Hunde. Die Hundefreundin ist auch dabei, der Hund freut sich sehr. Wir laufen die mittelkleine Runde, da eine Person mit Krücken mitläuft. Danach sitzen wir noch kurz zusammen und trinken Sekt. Mir schmeckt er nicht und ich trinke nur ein kleines bisschen in der Hoffnung, dass die anderen das nicht merken 😉 Die Hunde spielen derweil, der Hund bettelt die Hundefreundin an, mit ihm zu spielen. Was sie dann auch kurz tut.

Den Heimweg muss der Hund laufen. Das klappt inzwischen recht gut, ausserdem ist morgens wenig los. Ein Teil des Weges ist gesperrt, so dass wir ein Stück über einen Acker laufen. Das letzte Stück kommt der Hund an die Leine, das ist nicht so ideal mit dem Fahrrad, geht aber nicht anders, da wir dann in der Stadt im Verkehr sind.

Zu Hause gibt es Tee und noch ein Hotcross Bun, diesmal mit Schokocreme. Mir schmecken sie. Anschliessend hänge ich die Wäsche auf, die Maschine hatte ich morgens noch angestellt. Der Wäscheberg zum Zusammenlegen ist riesengroß. Da setze ich mich nachher dran. Jetzt ist erst mal Vorbereitung des Mittagessens angesagt. Es soll Bärlauchspätzle geben, ich mische meine Rezepte, dadurch wird es unkompliziert. Aber es ist dann doch recht viel Arbeit. Der Sohn meint, Spätzle schaben sei einfach und schnell. Das muss er mir mal zeigen. Ich benutze so ein Drückbrett, keine Presse. Damit werden es eher Knöpfle, aber ist auch egal, sie schmecken und sehen schön aus. Nach den Spätzle, schneide ich noch unseren Rotkohl aus der Gemüsekiste, der liegt schon länger. Der geschnittene Rotkohl kommt in eine Schüssel, der Mann wird ein Teil davon mit dem bereits eingelegten Rotkohl vermischen.
Nach getaner Arbeit inklusive Aufräumen, setze ich mich ins Wohnzimmer und lege die Wäsche zusammen. Der Mann ist inzwischen von seiner Fahrradrunde zurückgekommen und macht sich an die Vollendung des Menüs. Es gibt Reh und eine Morchelsauce und natürlich noch Salat. Ein sehr leckeres Ostermenü. Das Reh ist unglaublich lecker.
Wir sind zu viert beim Essen, das ist schön und selten inzwischen. Nach dem Essen und Aufräumen ruhen wir uns alle etwas aus. Wir trinken Espresso und Getreidekaffee, dazu gibt es heiße Kreuzbrötchen mit Erdbeerbaumhonig für die, die wollen. Ein Kind richtet sich für die Arbeit, ein Kind geht mit dem Hund raus.
Ich richte mich und fahre zu Mama. Da sie zum Mittagessen eingeladen ist, nehme ich den Schlüssel mit. Ich möchte ihr das Osterlamm, das ich gestern gebacken habe, vorbei bringen. Ausserdem habe ich ihr noch was in der Drogerie eingekauft und ihre Bettwäsche gewaschen, das nehme ich alles mit. Daher lasse ich den Hundeanhänger grad am Fahrrad, dort packe ich alles ein. Es ist total windig und sehr anstrengend zu fahren, ausserdem ist es richtig warm geworden. Ich komme mit roten Backen zu Hause an. Inzwischen ist schon 16 Uhr. Der Mann hat sich währenddessen als Putzmann betätigt. Ich bin etwas platt und setze mich aufs Sofa, dort lese ich die Sonntagszeitung und trinke Tee.
Danach räume ich noch auf und pflanze die gezogenen Pflänzchen in größere Töpfe. Ich glaube, der Kürbis hat gekeimt, von den anderen ist noch nicht viel zu sehen.
Mein Laptop gibt den Geist auf, ich kann den Bildschirm nicht mehr richtig aufklappen, so sitze ich mit halb geöffnetem Bildschirm hier und schreibe schon mal den Tag auf. Es ist ein bisschen unpraktisch, nein, es ist sehr unpraktisch.
Später ruft Mama an, um sich zu bedanken. Ich freue mich, weil sie sich freut. Wir quatschen ganz schön lange. Während ich mir mein Abendessen richte (Apfel und Käse), telefoniere ich mit der Cousine, um die Beerdigung zu besprechen. Sie ist gerade am Kochen, es zischt und brutzelt im Hintergrund. Auch hier reden wir ganz schön lange.
Um 8 Uhr sitze ich vor dem Fernseher und schaue die Nachrichten, nebenher esse ich. Danach schauen wir unsere Serie weiter. So richtig mitreissen tut sie mich nicht.
um 21:30 Uhr laufe ich die letzte Runde mit dem Hund, heute mal eine, die wir schon lange nicht mehr gelaufen sind. Ich bin sehr traurig und muss weinen, es geht mir nicht so gut. Aber es ist dunkel und ich treffe niemanden, das ist gut. Als ich um 10 Uhr nach Hause komme, schreibe ich hier noch fertig. Der Mann liegt schon im Bett. Ich lese noch ein bisschen im Internet und gehe dann auch ins Bett, dort lese ich in meinem Papierbuch. Zwischendurch verabrede ich mich zu einem Spaziergang morgen. Ich freu mich! Der Tag endet doch nicht so schlecht. Trotzdem bin ich so sehr traurig, ganz tief in mir drin.



















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